Die Intendantin des Volkstheaters, Anna Badora, hat sich entschlossen, ihren Vertrag als künstlerische Direktorin des Hauses über den August 2020 hinaus nicht zu verlängern. Damit steht sie für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. 
 
„Seit meinem Antritt 2015 habe ich meine Aufgabe am Wiener Volkstheater mit großer Leidenschaft erfüllt. Da sich durch verschiedene Umstände die Situation für das Volkstheater geändert hat, und da ich diese Umstände nicht weiter ignorieren kann, weil sie auf unsere Arbeitsbedingungen unmittelbar Einfluss haben, werde ich mich nicht für eine zweite Amtszeit bewerben. So ist ohne ein Minimum an finanzieller Planungssicherheit, ohne auch nur die geringste Kommunikationsmöglichkeit mit den Verantwortlichen im Bund ein solches wichtiges Haus nicht zu führen“, begründet Volkstheater-Intendantin Anna Badora ihre Entscheidung. 
 
„Gesellschaftsvertrag und Stiftungszweck des Volkstheaters verlangen wörtlich, zeitgenössische Theaterliteratur, davon insbesondere die österreichische Theaterliteratur, zu pflegen, bei den Spielplänen eine tolerante und humane Gesinnung zu vermitteln und den Schwerpunkt auf Aufklärung und Anregung durch gesellschaftspolitische Themen zu setzen. Diesem Ziel fühle ich mich nach wie vor verpflichtet“, so Intendantin Anna Badora weiter.
 
„Seit meiner ersten Spielzeit versuchen mein Team und ich mit großem Einsatz, dem Volkstheater ein entsprechendes zeitgenössisches Profil zu geben, neue Formate zu etablieren, neue Bevölkerungsschichten, auch junge, für das Theater zu erschließen, sowie das Theater in die Stadt zu tragen“, so die Intendantin. 
 
„Diesem Stiftungszweck fühlen wir uns auch für die kommenden zwei Spielzeiten verpflichtet. Ich verspreche dem Publikum in diesem Sinne spannendes, anregendes, aufregendes Theater“, gibt Anna Badora einen Ausblick auf die Zukunft.
Liebe Kolleg/innen,
 
unter diesem Link können Sie ab sofort die Vorabfotos zu "Der Kaufmann von Venedig" von William Shakespeare (Regie Anna Badora, Premiere am 8. September, 19.30 Uhr im Volkstheater) herunterladen.
 
Mit den besten Grüßen aus dem Volkstheater
Lena Fuchs und Enna Zagorac
Liebe Kolleg/innen,
 
unter diesem Link können Sie ab sofort die Vorabfotos zu "Die rote Zora und ihre Bande" nach dem gleichnamigen Roman von Kurt Held (Regie Robert Gerloff, Premiere am 22. September, 18 Uhr im Volkstheater) herunterladen.
 
Mit den besten Grüßen aus dem Volkstheater
Lena Fuchs und Enna Zagorac
Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

im Anhang finden Sie die Spielplandaten für September 2018.
 
Intendantin Anna Badora eröffnet am 8. September die Spielzeit 2018/19 auf der Hauptbühne. Sie inszeniert Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ als Glücksspiel mit hohen Einsätzen: Geld, Liebe, Rache, Recht – und das nackte Leben.

Ein Stoff für alle Generationen ist „Die rote Zora und ihre Bande“ nach dem gleichnamigen Roman von Kurt Held. Regisseur Robert Gerloff, der bereits in der Spielzeit 2016/17 Goethes „Stella“ inszenierte und sich schon des Öfteren als Regisseur für generationenübergreifende Stoffe bewies, untersucht Themen wie Solidarität und Kapitalismus aus der Sicht der Bande rund um das mutige Waisenmädchen Zora. Ab 22. September auf der Hauptbühne, für alle von 7 bis 107!

Das Volkstheater/Bezirke eröffnet die Schweizer Regisseurin Christina Rast mit ihrer Inszenierung des Tiroler Alpenwesterns „Der Weibsteufel“. Der vielfach verfilmte Stoff von Karl Schönherr ist ab 21. September auf Bezirke-Tournee in 15 Wiener Gemeindebezirken zu sehen.

Blick hinter die Kulissen: Am Samstag, den 29. September öffnet das Volkstheater ab 15 Uhr Tür und Tor und lädt zu Technikshows, Klatschseminaren und Kostümversteigerungen an bekannten und versteckten Orten des Theaters. Der Eintritt zum Tag der offenen Tür ist frei! Um 19 Uhr präsentiert das Ensemble in der Preview-Show mit ausgewählten Szenen und Probenausschnitten einen Ausblick auf die neue Spielzeit. Auch hier ist der Eintritt frei, die Reservierung von Zählkarten wird empfohlen: 01-52111-400 bzw. kartenservice@volkstheater.at

Nach dem erfolgreichen Gastspiel bei den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin wird Yael Ronens „Gutmenschen“ am 12. September wieder aufgenommen, „Komödie im Dunkeln“ von Peter Shaffer ist ab 13. September wieder zu sehen. 

Zwar erst im Oktober am Spielplan, aber bereits ab 27. Juni im Vorverkauf sind die Wiederaufnahmen des David-Bowie-Musicals „Lazarus“ (ab 2. Oktober) und des Georg-Kreisler-Liederabends „Wien ohne Wiener“ (ab 10. Oktober).

Den Spielplan für alle Spielstätten sowie Informationen zu den September-Premieren finden Sie im Anhang.
 
Mit den besten Grüßen aus dem Volkstheater
 
Lena Fuchs und Enna Zagorac
Das Volkstheater und seine Mitarbeiter/innen trauern um dessen langjähriges Ensemblemitglied Walter Langer. Der Kammerschauspieler, der am Volkstheater insbesondere durch seine Nestroy-Rollen in Gustav Mankers Nestroy-Ensemble bestach, verstarb in der Nacht des 12. Juni in seinem 90. Lebensjahr.

Langer, geboren am 29. Oktober 1928 in Wien, absolvierte von 1947 bis 1949 die Schauspielausbildung am Max Reinhardt Seminar. Mit der österreichischen Landesbühne gastierte er in Folge in Deutschland, Holland und der Schweiz und war Anfang der 1950er Jahre an verschiedenen Wiener Bühnen engagiert. 1956 bis 1965 spielte er an der Komödie Basel, wo er in über vierzig Inszenierungen auftrat. 1965 wechselte er unter der Direktion Leon Epps ans Volkstheater, dessen Ensemble er bis 1984 angehörte. Das Publikum erlebte ihn sowohl in dramatischen als auch in komödiantischen Rollen, unter anderem war er in „Der zerbrochne Krug“, von Heinrich von Kleist, – zur Eröffnung des neu renovierten Hauses 1981 – in Raimunds „Alpenkönig und Menschenfeind“, „Umsonst“ von Johann Nestroy, „Schweyk im Zweiten Weltkrieg“ von Bertolt Brecht und „Die Heirat“ von Nikolai Gogol zu sehen. Von 1984 bis zu seiner Pensionierung 1991 war Langer Ensemblemitglied des Burgtheaters, außerdem wirkte er in zahlreichen Film-, Fernseh- und Hörfunkproduktionen mit, unter anderem in der Fernsehserie „Kaisermühlen Blues“. Daneben war Walter Langer ein passionierter Maler.

Für sein Schaffen wurde Walter Langer 1978/1979 mit dem Karl-Skraup-Preis (heute Dorothea-Neff-Preis) des Volkstheaters ausgezeichnet, er erhielt das Silberne und das Goldene Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft der Republik Österreich, 2002 das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien und 2014 den Berufstitel Kammerschauspieler. 

„Als Mitglied von Gustav Mankers legendärem Nestroy-Ensemble hat Walter Langer die Geschichte des Volkstheaters maßgeblich geprägt. Seine tragisch-komischen Rollen-Interpretationen sind unvergessen,“ so Volkstheater-Intendantin Anna Badora. „Mein herzliches Beileid gilt all seinen Angehörigen, Kolleg/innen und Weggefährt/innen.“
 
Auszeichnungen für Katharina Klar, Isabella Knöll, Miloš Lolić, „#Wien5 – Die Kunst der Nachbarschaft“ und Publikumsliebling Sebastian Pass
Samstagabend vergab der Freundeskreis Volkstheater im Anschluss an die Vorstellung von „Lazarus“ im Wiener Volkstheater die Dorothea-Neff-Preise für die Saison 2017/18. Bereits zum 50. Mal stiftete die BAWAG P.S.K. die traditionsreichen Preise; Constance Cauers, Leiterin des Jungen Volkstheaters und Volkstheater-Regieassistent Paul Spittler führten durch die Verleihung. 
 
Der Preis in der Kategorie „beste Regieleistung der Saison“ (dotiert mit 3.000 Euro) ging zum zweiten Mal an Miloš Lolić für seine Inszenierung des David-Bowie-Musicals „Lazarus“. Der serbische Regisseur erhielt den Preis erstmals in der Spielzeit 2013/14 für seine Regiearbeit „Die Präsidentinnen“ von Werner Schwab.
 
Für die „beste schauspielerische Leistung der Saison“ (dotiert mit 3.000 Euro) zeichnete die Jury Ensemblemitglied Katharina Klar aus. In dieser Saison war die Wienerin in „Iphigenie in Aulis | Occident Express“, „1984“, „Gutmenschen“ und „Lazarus“ zu sehen.
 
Über den Preis für die „beste schauspielerische Nachwuchsleistung“ (dotiert mit 3.000 Euro) freute sich Volkstheater-Neuzugang Isabella Knöll, die 2017 ihr Schauspielstudium an der HfMDK Frankfurt abschloss. Seit dieser Spielzeit ist sie festes Ensemblemitglied, das Publikum konnte sie in den Stücken „Höllenangst", „Wien ohne Wiener", „Heimwärts", „Viel Lärm um nichts" und „Lazarus" kennen lernen.
 
Der „Spezialpreis“ (dotiert mit 500 Euro) zeichnet grenzüberschreitende Theaterarbeit aus und ging in diesem Jahr an das Projekt „#Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft“ des Jungen Volkstheaters. Das von Constance Cauers und Malte Andritter initiierte Stadtteilfestival belebte Ende Mai den fünften Wiener Gemeindebezirk mit vielfältigem Programm.
 
Zum Publikumsliebling wurde Sebastian Pass gewählt, der die Zuseher/innen in „Iphigenie in Aulis | Occident Express“, „1984“, „Heimwärts“, „Viel Lärm um nichts“ und „Komödie im Dunkeln“ überzeugen konnte und die meisten Stimmen des Publikums erhielt.
 
Im Rahmen der Preisverleihung wurde auch der MITTEN IM LEBEN PREIS der BAWAG P.S.K. für herausragendes humanitäres Engagement an den Verein ScienceCenter-Netzwerk vergeben, der das Ziel verfolgt, Wissenschaft für alle Menschen begreifbar, zugänglich und nutzbar zu machen.
 
Die sechsköpfge Jury bestand 2017/18 aus Vertreter/innen von dem Volkstheater nahestehenden (Publikums-)gruppen: Abonnent/innen, Freundeskreismitgliedern, Mitgliedern des Jungen Volkstheaters, Journalist/innen, Besitzer/innen des Kulturpasses und einem Entsandten der BAWAG P.S.K.
 
Die Preisträger/innen
 
Beste Regieleistung
Miloš Lolić für „Lazarus“
 
Beste schauspielerische Leistung
Katharina Klar (in der Saison 2017/18 zu sehen in „Iphigenie in Aulis | Occident Express“, „1984“, „Gutmenschen“, „Lazarus“)
 
Beste schauspielerische Nachwuchsleistung
Isabella Knöll („Höllenangst“, „Wien ohne Wiener“, „Heimwärts“, „Viel Lärm um nichts“, „Lazarus“)
 
Spezialpreis
„#Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft“
Leitung Constance Cauers und Malte Andritter  

Publikumspreis
Sebastian Pass („Iphigenie in Aulis | Occident Express“, „1984“, „Heimwärts“, „Viel Lärm um nichts“, „Komödie im Dunkeln“)
 
Mitten im Leben-Preis der BAWAG P.S.K.
Verein ScienceCenter Netzwerk
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Lena Fuchs (Leitung Kommunikation)
Tel: +43-1-52111-282
M: +43-664-6193205
 
Enna Zagorac (Mitarbeit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Tel: +43-1-52111-263
M: +43-664-6193206
enna.zagorac@volkstheater.at
 
Volkstheater Ges.m.b.H.
Arthur-Schnitzler-Platz 1
A-1070 Wien


Top Meldungen

Dorothea-Neff-Preisträger/innen 2017/18
      
Samstagabend vergab der Freundeskreis Volkstheater im Anschluss an die Vorstellung von „Lazarus“ im Wiener Volkstheater die Dorothea-Neff-Preise für die Saison 2017/18. Bereits zum 50. Mal stiftete die BAWAG P.S.K. die traditionsreichen Preise; Constance Cauers, Leiterin des Jungen Volkstheaters und Volkstheater-Regieassistent Paul Spittler führten durch die Verleihung. 
 
Der Preis in der Kategorie „beste Regieleistung der Saison“ (dotiert mit 3.000 Euro) ging zum zweiten Mal an Miloš Lolić für seine Inszenierung des David-Bowie-Musicals „Lazarus“. Der serbische Regisseur erhielt den Preis erstmals in der Spielzeit 2013/14 für seine Regiearbeit „Die Präsidentinnen“ von Werner Schwab.
 
Für die „beste schauspielerische Leistung der Saison“ (dotiert mit 3.000 Euro) zeichnete die Jury Ensemblemitglied Katharina Klar aus. In dieser Saison war die Wienerin in „Iphigenie in Aulis | Occident Express“, „1984“, „Gutmenschen“ und „Lazarus“ zu sehen.
 
Über den Preis für die „beste schauspielerische Nachwuchsleistung“ (dotiert mit 3.000 Euro) freute sich Volkstheater-Neuzugang Isabella Knöll, die 2017 ihr Schauspielstudium an der HfMDK Frankfurt abschloss. Seit dieser Spielzeit ist sie festes Ensemblemitglied, das Publikum konnte sie in den Stücken „Höllenangst", „Wien ohne Wiener", „Heimwärts", „Viel Lärm um nichts" und „Lazarus" kennen lernen.
 
Der „Spezialpreis“ (dotiert mit 500 Euro) zeichnet grenzüberschreitende Theaterarbeit aus und ging in diesem Jahr an das Projekt „#Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft“ des Jungen Volkstheaters. Das von Constance Cauers und Malte Andritter initiierte Stadtteilfestival belebte Ende Mai den fünften Wiener Gemeindebezirk mit vielfältigem Programm.
 
Zum Publikumsliebling wurde Sebastian Pass gewählt, der die Zuseher/innen in „Iphigenie in Aulis | Occident Express“, „1984“, „Heimwärts“, „Viel Lärm um nichts“ und „Komödie im Dunkeln“ überzeugen konnte und die meisten Stimmen des Publikums erhielt.
 
Im Rahmen der Preisverleihung wurde auch der MITTEN IM LEBEN PREIS der BAWAG P.S.K. für herausragendes humanitäres Engagement an den Verein ScienceCenter-Netzwerk vergeben, der das Ziel verfolgt, Wissenschaft für alle Menschen begreifbar, zugänglich und nutzbar zu machen.
 
Die sechsköpfge Jury bestand 2017/18 aus Vertreter/innen von dem Volkstheater nahestehenden (Publikums-)gruppen: Abonnent/innen, Freundeskreismitgliedern, Mitgliedern des Jungen Volkstheaters, Journalist/innen, Besitzer/innen des Kulturpasses und einem Entsandten der BAWAG P.S.K.
 
Die Preisträger/innen
 
Beste Regieleistung
Miloš Lolić für „Lazarus“
 
Beste schauspielerische Leistung
Katharina Klar (in der Saison 2017/18 zu sehen in „Iphigenie in Aulis | Occident Express“, „1984“, „Gutmenschen“, „Lazarus“)
 
Beste schauspielerische Nachwuchsleistung
Isabella Knöll („Höllenangst“, „Wien ohne Wiener“, „Heimwärts“, „Viel Lärm um nichts“, „Lazarus“)
 
Spezialpreis
„#Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft“
Leitung Constance Cauers und Malte Andritter  

Publikumspreis
Sebastian Pass („Iphigenie in Aulis | Occident Express“, „1984“, „Heimwärts“, „Viel Lärm um nichts“, „Komödie im Dunkeln“)
 
Mitten im Leben-Preis der BAWAG P.S.K.
Verein ScienceCenter Netzwerk

Volkstheater setzt Zusatzvorstellung des Erfolgsmusicals „Lazarus“ am 5. Juni 2018 an
      
Zusatzvorstellung: Aufgrund der hohen Nachfrage nach Karten für das David-Bowie-Musical „Lazarus“ ändert das Volkstheater seinen Juni-Spielplan. Am 5. Juni um 19.30 Uhr ist eine weitere Vorstellung des Erfolgsstückes angesetzt, dessen Vorstellungen seit der Premiere am 9. Mai nahezu restlos ausverkauft waren. Für alle Termine ab dem 24. Mai sind nur mehr Restkarten in ausgewählten Kategorien erhältlich. Damit ist „Lazarus“ statt der ursprünglich angesetzten 16 Vorstellungen nun – mit der Voraufführung vor der Premiere und der zusätzlichen Show am 5. Juni – bis zur Sommerpause 18 Mal im Volkstheater zu sehen. 
Die ursprünglich angesetzte Vorstellung von „1984“ entfällt. 
Alle anderen Spielplandaten bleiben unverändert gültig, Sie finden den aktualisierten Juni-Spielplan noch einmal im Anhang.
 
Mit den besten Grüßen aus dem Volkstheater
 
Lena Fuchs und Enna Zagorac
 

Volkstheater Wien: Presseinformation Spielzeit 2018/19
      
In der vierten Spielzeit von Anna Badora verführt das Volkstheater sein Publikum wieder dazu, seinen Überzeugungen untreu zu werden – probeweise. 
Mehr denn je dient die Bühne als Ort für riskante Wahlmöglichkeiten, Utopien und Grenzüberschreitungen. Die aufreizenden Fragen nach Haltungen gehen von Klassikern aus – „Der Kaufmann von Venedig“, „Don Karlos“, „König Ottokars Glück und Ende“ – ebenso wie von neuen Stücken, Christine Eders Politshow „Verteidigung der Demokratie“ (AT) und Ibrahim Amirs Drama „Rojava“, „Die rote Zora und ihre Bande“, „Biedermann und die Brandstifter“ und „Endstation Sehnsucht“ komplettieren den debattenfreudigen Spielplan im großen Haus.
Mit Dušan David Pařízek inszeniert erstmals ein Tscheche in Österreich Grillparzers habsburgisches Königsdrama, als Regisseur von Max Frischs Parabel kehrt auch Victor Bodo ans Volkstheater zurück. Ihre Debüts am Haus geben die aufsehenerregende polnische Regisseurin Barbara Wysocka (zum ersten Mal in Österreich) sowie der Musiker und Regisseur Sandy Lopičić. Robert Gerloff und Pınar Karabulut erweitern am Volkstheater die Liste an ausgezeichneten jungen Kräften, die sich mit Studioproduktionen für kontinuierliche Zusammenarbeit empfehlen konnten. Zur Saisoneröffnung am 8. September inszeniert Anna Badora Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“. Insgesamt stehen in der Saison 2018/19 sieben Ur- und Erstaufführungen auf dem Spielplan, im Volx/Margareten bearbeitet Alexander Charim „Opernball“ von Josef Haslinger für die Bühne, in den Bezirken geht Simon Stephens’ Erfolgsstück „Heisenberg“ auf Tournee. Mit der Dramatisierung „Watschenmann“, den partizipativen Stückentwicklungen „Werte Familie“ und „Silver Surfer“ werden weitere Österreich-Bezüge gesetzt. Nestroy-Preisträger 2017 Felix Hafner inszeniert „Nach uns das All oder Das innere Team kennt keine Pause“, das neue Stück von Sybille Berg. In den Bezirken stehen außerdem „Der Weibsteufel“, „Die Leiden des jungen Werther“ und „Der Raub der Sabinerinnen“ auf dem Programm. Erfolgreich eingeführte Diskurs-Formate wie die „Volkstheatergespräche“ mit Corinna Milborn und die Matineereihe „Trojanow trifft.“ mit Ilija Trojanow und seinen Gästen bereichernauch in der neuen Spielzeit das Angebot.
„Ja, wir bieten noch mehr Informationen“, sagt die künstlerische Direktorin Anna Badora. „Aber eben nicht als rohen Datenfluss, der unsere Köpfe überschwemmt und orientierungslos macht. Wir setzen sie in den Kontext unserer Lebenswelten. So hoffen wir, unseren Besucher/innen daraus Bedeutung zu destillieren, im Dialog, in der Auseinandersetzung mit dem Widersprüchlichen, dem Anderen. Und ja, das gefährdet unser aller Überzeugungen. Seien Sie also gewarnt.“

Die Pressemappe zur heutigen Spielplanpräsentation finden Sie im Anhang sowie in der Dokumentenübersicht.
Das Spielzeitheft können Sie über diesen Link online durchblättern: https://issuu.com/volkstheaterwien/docs/2018-19_jahresvorschau_kern_issuu bzw. in der Dokumentenübersicht herunterladen.