Meldung vom 20.02.2018

Volkstheater-Ehrenmitglied Heinz Petters gestorben

Cabaret / Regie Michael Schottenberg

Hilde Sochor, Heinz Petters

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Das Volkstheater trauert um sein Ehrenmitglied Heinz Petters. Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb der vielfach ausgezeichnete Kammerschauspieler, der dem Ensemble von 1964 bis 2014 angehörte, am 6. Februar 2018 in seinem 86. Lebensjahr.

Petters, geboren am 9. Juli 1932 in Graz, absolvierte zunächst die dortige Kunstgewerbeschule für Keramik und Kleinplastik, nahm Ballett- und Schauspielunterricht und begann an den Vereinigten Bühnen Graz eine Karriere als Tänzer und Operettenbuffo, später dann als Schauspieler. Ab 1960 wirkte er in Wien, 1964 engagierte Volkstheater-Direktor Leon Epp ihn ans Haus am Weghuberpark.
 
Am Volkstheater machte sich Heinz Petters als begnadeter Komödiant und Charakterschauspieler schnell einen Namen. Unter Gustav Manker war er einer der wichtigsten Protagonisten in dessen Nestroy-Inszenierungen und prägte den Spielplan des Volkstheaters als Publikumsliebling über 40 Jahre. Daneben wirkte Petters auch in unzähligen Film- und Fernsehproduktionen wie "Ein echter Wiener geht nicht unter", "Der Sonne entgegen", "Heiteres Bezirksgericht" oder in der Filmreihe "Der Bockerer".

Für sein Schaffen wurde Heinz Petters unter anderem 1968/1969 mit dem Karl-Skraup-Preis (heute Dorothea-Neff-Preis), 1983 mit dem Nestroy-Ring der Stadt Wien und dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 2000 mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien und 2004 mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet. Seit 1989 trug er den Berufstitel Kammerschauspieler.

„Ich habe Heinz Petters schon in meiner Studienzeit öfters im Volkstheater gesehen und sein unbändiges Temperament, seine freche Wiener Goschn, seine Fähigkeit, direkt auf die Lachmuskeln der Zuschauer zu zielen, haben mich jedes Mal verblüfft und begeistert“, erinnert sich Volkstheater-Intendantin Anna Badora an den Ausnahmeschauspieler. „Er war noch nicht richtig auf der Bühne, und das Publikum lachte schon … Mein herzliches Beileid gilt seiner Familie, seinen Freund/innen und Kolleg/innen. Wien hat einen großen Mimen verloren.“
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