Meldung vom 09.01.2020

Volkstheater nimmt Spielbetrieb in der Halle E im Museumsquartier auf

Erste Premiere am 15. Jänner mit der Uraufführung von David Schalkos „Schwere Knochen“
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Für vier Monate – vom 15. Jänner bis 25. April – bespielt das Volkstheater die Halle E im Museumsquartier mit zwei Neuproduktionen und dem laufenden, aus dem Haupthaus übernommenen Repertoire. Nahezu hundert Vorstellungen sorgen dafür, dass das Programm des Volkstheaters auch während der Generalsanierung an einem zentralen Platz der Stadt sichtbar bleibt. Die adaptierte Zuschauertribüne mit rund 700 Plätzen garantieren beste Sicht von allen Sitzen, Portalbreite, Bühnentiefe und die Maße der fest eingebauten Drehbühne entsprechen den gewohnten Verhältnissen im Volkstheater. Stückeinführungen und Nachgespräche finden ebenso ihren Platz in der Halle E wie die gastronomische Versorgung am Pausenbuffet im Foyer. Neben der theatralen Vollversorgung warten auch einige Extras auf die Besucher/innen.

Mit der Uraufführung von David Schalkos Roman „Schwere Knochen“, einem Wiener Strizzi-Epos für die Bühne bearbeitet von Anita Augustin und inszeniert von Alexander Charim, nimmt das Volkstheater den Spielbetrieb am 15. Jänner in der Halle E auf. Autor David Schalko ist bei der Matinee „Phantombilder“ am 19. Jänner um 11 Uhr auf der großen Bühne zu Gast, und spricht mit Regisseur und Ensemble über seine Recherchen im Wiener Gangstermilieu. 

Aus dem Haupthaus ins Repertoire übernommen werden die Produktionen „Der gute Mensch von Sezuan“, „Peer Gynt“ und „Wer hat meinen Vater umgebracht“. Am 15. Februar folgt als weitere Neuproduktion die Uraufführung von „Schuld & Söhne“, der dritten Zusammenarbeit von Regisseurin Christine Eder und Musikerin Eva Jantschitsch am Volkstheater, die diesmal ein Stück zum Thema Klimakatastrophe entwickeln. Im März kehren auch zwei Volkstheater-Lieblingsinszenierungen auf die Bühne zurück: „Gutmenschen“ von Yael Ronen und Ensemble und „König Ottokars Glück und Ende“ werden ab 6. bzw. 7. März wiederaufgenommen. Zum Abschied von der Halle E im April hält das Volkstheater noch eine Überraschung bereit: „Alles geht – Ein Volkstheater-Liederabend“ präsentiert die besten Lieder aus den Inszenierungen der letzten Jahre. 

Kehraus im Haus am Arthur-Schnitzler-Platz

Damit die Generalsanierung ab Jänner 2020 ungehindert fortgesetzt und insbesondere die Bühnentechnik mit Unter- und Obermaschinerie modernisiert werden kann, wurden sämtliche im Haus befindliche Abteilungen ausquartiert. Das Kartenservice ist bereits seit November in der Museumstraße 3 (hinter dem Volkstheater) zu finden, das Team um die technische Leitung bezog Büros im Museumsquartier, Dramaturgie, Kommunikation, Hausverwaltung, künstlerisches Betriebsbüro und die künstlerische Direktion wanderten in die Fassziehergasse, und die kaufmännischen Abteilungen kamen in nahegelegenen Büros unter. Weiters entstanden auf der Hinterbühne der Halle E Lagerflächen und Werkstätten für Technik, Requisite und Ankleider/innen.

Neuproduktionen im Volx/Margareten und in den Bezirken

Vier neue Stücke und eine Theaterserie mit dem Titel „Space Junk“ bilden ab Jänner das Programm im Volx/Margareten: Nach dem Live-Hörspiel „In der Strafkolonie“ nach Franz Kafka in der Regie von Sören Kneidl am 9. Jänner und „Urfaust / FaustIn and out“ von Johann Wolfgang Goethe/Elfriede Jelinek, inszeniert von Bérénice Hebenstreit mit Premiere am 28. Februar, folgt im März die Uraufführung von „Körper-Krieg“ nach Motiven aus „Verlorene Spiele“ von Ines Geipel und der noch unveröffentlichten Novelle „Probe aufs Exempel“ von Martin Prinz. Auch der Fall des wegen Sportbetruges angeklagten österreichischen Skilangläufers Johannes Dürr fließt in Petras‘ Stückentwicklung ein. Im Mai schließlich entwickelt Ausnahme-Choreografin Florentina Holzinger mit Ensemble-Schauspieler/innen in „Wir Hungerkünstler/innen“ einen Grenzgang zwischen Tanz und Theater. Die erfolgreichen Diskussionsformate „Trojanow trifft.“ und „Volkstheatergespräche“ mit Corinna Milborn sowie etliche Formate des Jungen Volkstheaters übersiedeln ebenfalls in die charmante Kellerbühne in der Margaretenstraße.

Unverändert nimmt die Bezirke-Tournee Kurs auf 19 Spielstätten in 15 Wiener Gemeindebezirken, zu sehen sind ab 14. Februar „Weh dem, der lügt!“ von Franz Grillparzer in der Regie Martin Pfaff und ab 24. April Samuel Becketts moderner Klassiker „Warten auf Godot“ inszeniert von Jonas Knecht.
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