Auszeichnungen für Günter Franzmeier, Robert Gerloff, Tina Prichenfried und Claudia Sabitzer
Ungewöhnlich wie derzeit alles verlief in diesem Jahr auch die Verleihung der Dorothea-Neff-Preise, mit denen das Volkstheater die besten künstlerischen Leistungen der Spielzeit auszeichnet. In der Regie von Lisa Anetsmann wurde die Preisverleihung heuer – unter Berücksichtigung aller Auflagen – unter der Schirmherrschaft des Freundeskreises aufgezeichnet. Zu sehen ist der Film, der die Moderator/innen Nadine Quittner und Rainer Galke auf einem Abenteuer rund um das Volkstheater bis in die Probebühne nach Simmering begleitet, während sie die traditionsreichen Preise an die Gewinner/innen vergeben, vom 17. Juni ab 20 Uhr bis 18. Juni, 20.50 Uhr, im Volkstheater-Stream auf www.volkstheater.at.

Eine sechsköpfige Jury zeichnete Robert Gerloff für seine Inszenierung von „Der gute Mensch von Sezuan“ in der Kategorie Beste Regie und Günter Franzmeier in der Kategorie Beste schauspielerische Leistung männlich aus. Claudia Sabitzer durfte gleich zwei Auszeichnungen mit nach Hause nehmen: Neben der Kategorie Beste schauspielerische Leistung weiblich gewann sie auch Publikumspreis, über dessen Vergabe das Volkstheater-Publikum mittels Online-Voting entschied. Der ebenfalls von der Jury vergebene Spezialpreis, der Personen für besonderes Engagement auf und hinter der Bühne auszeichnet, erhielt Tina Prichenfried, Leiterin der Kostümabteilung des Volkstheaters, die mit den Kostümbildner/innen der Klimatragödie „Schuld & Söhne“ den Versuch startete, der Fast Fashion-Industrie entgegenzusteuern, indem alle Kostüme aus Second-Hand Käufen und dem Bestand des Fundus erstellt und auf online Bestellungen verzichtet wurde. 

Die BAWAG P.S.K. stiftet den Dorothea-Neff-Preis und vergibt zudem jährlich den „Bessere Antworten“-Preis an Sozialprojekte, die mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Seit 2014 werden Initiativen, Organisationen und Vereine auf www.crowdfunding.at bei der Realisierung von ihren Vorhaben unterstützt und ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Heuer wurde der Verein ZORO für das Projekt „Hop in Job“, das sozial benachteiligten Personen, Alleinerziehenden und jungen Menschen beim Start oder Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt hilft, ausgezeichnet. 

Nominierungen und Auszeichnungen im Überblick:

Beste Regieleistung (dotiert mit 3.000 Euro)
  • Christine Eder für ihre Inszenierung „Schuld & Söhne“
  • Robert Gerloff für „Der gute Mensch von Sezuan“ (Gewinner)
  • Christina Rast für „Wer hat meinen Vater umgebracht“ 
Beste schauspielerische Leistung weiblich (dotiert mit 3.000 Euro)
  • Evi Kehrstephan
  • Claudia Sabitzer (Gewinnerin)
  • Birgit Stöger 
Beste schauspielerische Leitung männlich (dotiert mit 3.000 Euro)
  • Thomas Frank
  • Günter Franzmeier (Gewinner)
  • Jan Thümer
Spezialpreis (dotiert mit 500 Euro)
  • Robert Czyszczon, in den letzten fünf Jahren regelmäßig Laien-Schauspieler und Teilnehmer an Projekten des Jungen Volkstheaters
  • Regisseurin Sara Ostertag für ihre beeindruckende logistische Leistung in ihrer Arbeit „Haummas net schee“
  • Tina Prichenfried, Leiterin der Kostümabteilung des Volkstheaters (Gewinnerin)
Publikumspreis
  • Claudia Sabitzer
Bessere Antworten-Preis der Bawag P.S.K.
  • Verein ZORO – Projekt „Hop in Job“

Der Dorothea-Neff-Preis (der von 1968 bis 2010 Karl-Skraup-Preis hieß) erinnert an die Schauspielerin Dorothea Neff (1903-1986), die in der NS-Zeit Zivilcourage und Hilfsbereitschaft zeigte und von 1939 an lange Jahre am Volkstheater spielte. Der von der BAWAG P.S.K. gestiftete Preis wird jährlich vom Freundeskreis des Volkstheaters vergeben, um die besten Künstlerinnen und Künstler des Volkstheaters zu ehren.
Filmpremieren von „Der Gesang der Fledermäuse“ am 18.6., 21 Uhr, „Alles geht! Ein Volkstheater-Liederabend“ am 19.6., 21 Uhr im Hof 8 bzw. bei Schlechtwetter im Q21
Volkstheater goes Open-Air-Kino: Zwei während der Corona-Zeit entstandene Theater-Filmprojekte feiern ihre Premiere im Museumsquartier. Am 18. Juni ist „Der Gesang der Fledermäuse“ von Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk als inszenierte Lesung mit Steffi Krautz in szenischer Einrichtung von Volkstheater-Intendantin Anna Badora zu sehen. Am 19. Juni folgt das musikalische Best-Of „Alles geht! Ein Volkstheater-Liederabend“ in der Regie von Paul Spittler. Ensemble und Gäste zelebrieren ausgewählte Songs unter der musikalischen Leitung von Clemens Wenger aus den Inszenierungen der letzten fünf Jahre, exklusiv für Bildschirm und Leinwand produziert. Filmstart ist jeweils um 21 Uhr im Hof 8 des Museumsquartiers, bei schlechtem Wetter im Q21. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung per E-Mail an presse@volkstheater.at aber unbedingt erforderlich. 50 bzw. 99 Platzkarten sind erhältlich, pro Person können maximal 2 Karten reserviert werden. Parallel werden die Produktionen auf www.volkstheater.at zum kostenlosen Stream angeboten.

Die Online-Stream-Premiere der dritten Volkstheater-Neuproduktion „Space Junk – Episode 1-3“ verschiebt sich auf Donnerstag, den 25. Juni.

Die als Theaterfilm produzierte Verleihung der Dorothea-Neff-Preise, mit vielen Überraschungen in Szene gesetzt von Lisa Anetsmann, ist am 17. Juni ab 20 Uhr im Stream auf www.volkstheater.at zu sehen.

Das gesamte Juni-Programm und weitere Informationen zu den Premieren im Juni finden Sie im Anhang sowie online unter www.volkstheater.at/online-spielplan.

Mit den besten Grüßen aus dem Volkstheater
Lena Fuchs und Enna Zagorac

Das Präsidium des Freundeskreises Volkstheater e.V. hat einstimmig beschlossen, die aktuellen Rücklagen des Vereins, aufgestockt durch individuelle Spenden von Freundeskreismitgliedern und namhafte Spenden von der früheren Intendantin des Hauses Emmy Werner sowie von dem kaufmännischen und der künstlerischen Geschäftsführer/in, zu verwenden, um von der Corona-Krise besonders betroffene Künstler/innen des Volkstheaters finanziell zu unterstützen: Zehn Schauspieler/innen und vier künstlerische Mitarbeiter/innen, die in der kommenden Saison wegen des Intendanzwechsels nicht mehr am Volkstheater engagiert sein werden, erhalten eine einmalige Zahlung von je € 700.

Nicht nur durch die im Volkstheater eingeführte Kurzarbeit, sondern auch die fehlenden Auftritts- und Reisemöglichkeiten bringen die Künstler/innen aktuell in eine prekäre Situation. „In den letzten Monaten meiner Direktionszeit hätten sie sich in den Vorstellungen vor Intendant/innen anderer Häuser für ein mögliches neues Engagement präsentieren können. Das ist jetzt natürlich nicht mehr möglich, ein neues Engagement nächste Spielzeit damit nahezu ausgeschlossen“, so Volkstheater-Intendantin Anna Badora. „Ich danke dem Freundeskreis und privaten Spender/innen von Herzen für die schnelle und unbürokratische Unterstützung.“

Kay Voges plant mit seinem Team Änderungen in den Vorbereitungen um wie geplant am 9. Jänner 2021 zu eröffnen
Seit Sommer 2019 wird an der Generalsanierung des Volkstheaters gearbeitet. Gemeinsam mit dem Parlament wohl die sichtbarste innerstädtische Baustelle Wiens. Mit Jahreswechsel wurde der Spielbetrieb in die Ersatzspielstätte im Museumsquartier verlegt und wurden provisorische Büros in der Nachbarschaft des Volkstheaters bezogen, um den Innenumbau zu ermöglichen. Im März dieses Jahres vereinbarte das Volkstheater mit den beteiligten Bauunternehmen – nachdem abzusehen war, dass Auflagen und Grenzschließungen in ganz Europa den Baubetrieb beeinträchtigen werden – eine koordinierte vierwöchige Unterbrechung der Bautätigkeit zur Vermeidung von weiteren Störungen durch COVID-19. Am 14. April wurde die Arbeit auf der Baustelle von allen beauftragten Firmen wieder aufgenommen.

Im Zuge der Wiederaufnahme der Bautätigkeit stellte sich nun heraus, dass das Ausmaß der bestehenden Verzögerungen der Baumeister- und Abbrucharbeiten auf der Baustelle nicht mehr zur Gänze einzuholen ist und daher der Fertigstellungstermin um mehrere Wochen nach hinten verschoben werden muss. Diese nun unvermeidliche Änderung im Bauzeitplan führt auch zu Kostensteigerungen, deren Höhe derzeit noch nicht abgeschätzt werden kann. Alle Beteiligten arbeiten aktuell daran, den Zeitverlust und die Mehrkosten auf der Baustelle möglichst gering zu halten und das Ausmaß der Beeinträchtigung des operativen Betriebs zu minimieren.

Um den Probenbetrieb und die Vorbereitungen zur Wiedereröffnung des Hauses Anfang 2021 trotzdem zu ermöglichen, wurden in kürzester Zeit flexible Lösungen und alternative Zeitpläne vom Team um Kay Voges ausgearbeitet. Damit bleibt das geplante künstlerische Programm aufrecht und alle Verabredungen mit Mitarbeiter/innen und Künstler/innen werden eingehalten.

Der designierte Direktor Kay Voges reagiert auf die neue Situation: „Der Umbau wurde umsichtig geplant, aber niemand konnte mit COVID-19 rechnen. Wir arbeiten auf Hochtouren. Durch Anpassungen in unserer Planung und Umgestaltung der Vorberei-tungsphase werden wir es möglich machen, die Spielzeit im generalsanierten Volkstheater im Jänner 2021 zu starten. Ich bin froh, dass wir am künstlerischen Programm festhalten können und somit die Termine in den Verträgen mit den vielen Menschen, die Theater erst möglich machen, nicht in Frage stellen müssen.“

Wie auch alle anderen Kulturbetriebe – oder so wie das ganze Land – befindet sich das Volkstheater derzeit in einer außerge-wöhnlichen Situation, die jetzt und auch zukünftig viel Kreativität und Flexibilität erfordert. Die Anpassungen in der künstleri-schen Planung, die aufgrund der verspäteten Übergabe des sanierten Hauses nötig sind, werden in den kommenden Tagen finalisiert, sodass die erste Spielzeit der neuen Intendanz am 9. Jänner 2021 wie geplant eröffnet wird.
Im Februar 2020 hatte Bérénice Hebenstreits Inszenierung von „Urfaust/FaustIn and Out“ (Johann Wolfgang Goethe/Elfriede Jelinek) im Volx/Margareten Premiere. Nach der Vorstellung am 21. Mai 2020 hatte der Interuniversitäre Forschungsverbund Elfriede Jelinek der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien im Rahmen seines Forschungsschwerpunkts „Kunst & Politik“ (https://www.ifvjelinek.at/forschungsarbeiten/projekt-kunst-politik/) ursprünglich eine Podiumsdiskussion in Kooperation mit dem Volkstheater geplant.

Da diese Vorstellung aufgrund der geltenden behördlichen Regelungen nicht stattfinden kann, haben sich der Interuniversitäre Forschungsverbund und das Volkstheater gemeinsam eine attraktive Alternative überlegt: Ein Mitschnitt der Vorstellung wird ab 21. Mai auf nachtkritik.de 24 Stunden lang als Stream zu sehen sein. Im Anschluss ist, ebenfalls als Stream, die Diskussion zu sehen, die nun in Form einer Videokonferenz abgehalten wird.

Unter dem Titel „Wer stört hier wen? Politisch-ästhetische Verfahren bei Elfriede Jelinek: Störung, Subversion, Dekonstruktion“ diskutieren Univ.-Prof. Dr. Karoline Exner (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien), Mag. Bérénice Hebenstreit (Regisseurin, Wien), Asst.-Prof. Mag. Dr. Teresa Kovacs (Indiana University, Bloomington, USA) und Ao. Univ.-Prof. Dr. Monika Meister (Universität Wien), moderiert von Mag. Andrea Heinz (Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek), über politisch-ästhetische Strategien.

Ausgangspunkt ist dabei das Werk Elfriede Jelineks, ein besonderer Fokus liegt auf den „Sekundärdramen“, wie auch „FaustIn and Out“ eines ist. Darüber hinaus werden auch die Position der Künstlerin und das Kunstschaffen von Frauen Themen der Diskussion sein.

21.5.2020, 18 Uhr bis 22.5.2020, 18 Uhr, nachtkritik.de
Stream „Urfaust/FaustIn and Out“
im Anschluss: Videokonferenz „Wer stört hier wen? Politisch-ästhetische Verfahren bei Elfriede Jelinek: Störung, Subversion, Dekonstruktion“

Nähere Informationen:
https://www.ifvjelinek.at/veranstaltungen/kunst-politik-wer-stoert-hier-wen-2020/

Kontakt:
Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek
der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
1010 Wien, Hofburg, Batthyanystiege
T +43 1 4277 255 01
jelinek.germanistik@univie.ac.at
Neben Vorstellungsmitschnitten erstmals am 2. Mai, 20 Uhr live auf Zoom: „Space Junk – Online Special“
Das Volkstheater setzt seinen virtuellen Ersatzspielplan fort: Im täglichen Wechsel bis vorläufig 19. Mai sind auf www.volkstheater.at Mitschnitte von Vorstellungen, Matineen und Sonderveranstaltungen für jeweils 24 Stunden zu sehen.

Erstmals wagt sich das Volkstheater außerdem an ein Live-Format auf der Videokonferenz-Plattform Zoom: Am 2. Mai um 20 Uhr gibt es ein „Space Junk – Online Special“ für maximal 30 Zuschauer/innen. Dabei begegnen die Teilnehmer/innen dem Ensemble von „Space Junk“ im Zoom-Room und verfolgen den Weltraum-Thriller direkt in ihren Wohnzimmern. Die Aufführungsreihe der dreiteiligen Science-Fiction-Theater-Serie fand im März ihren jähen Abbruch und wird im Juni als Video-Stream im Netz zu sehen sein. Als Vorgeschmack dient die exklusive Mini-Episode – Anmeldung per E-Mail mit dem Betreff „Space Junk“ an presse@volkstheater.at, der Eintritt ist frei!

Im Online-Spielplan sind anlässlich des Tages der Befreiung Österreichs vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkriegs in Europa Mitschnitte zweier Gedenkmatineen zu sehen: Am 5. Mai „Gelebt, erlebt, überlebt“ nach der Biografie von Gertrude Pressburger und am 7. Mai „Der verlorene Ton“ von Autorin Lida Winiewicz. Nikolaus Habjans Inszenierung von Lessings Toleranzparabel „Nathan der Weise“ (6. Mai) und die Uraufführung von David Schalkos Roman „Schwere Knochen“, dessen Handlung untrennbar mit der österreichischen Geschichte verwoben ist (8. Mai), runden diesen thematischen Block ab.

Ab 11. Mai legt das Haus den Fokus auf herausragende Theaterabende des Volkstheater/Bezirke: Franz Grillparzers „Weh dem, der lügt!“ (11. Mai) ist dessen jüngste Produktion. Die Tournee konnte coronabedingt nicht zu Ende geführt werden. Unter anderem sind „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ von Éric-Emmanuel Schmitt (12. Mai) und „Stella“ (15. Mai) von Johann Wolfgang Goethe zu sehen.

„Peer Gynt“ von Henrik Ibsen (18. Mai) wird in einer eigens erstellten Version mit Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Menschen gezeigt. Regie führt Viktor Bodó, dessen Inszenierung von Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ am 19. Mai das vorläufige Finale des Online-Spielplans markiert.

Das gesamte Programm und weitere Informationen zu „Space Junk“ finden Sie im Anhang sowie online unter https://www.volkstheater.at/online-spielplan.

Unabhängig vom Inhalt dieser Aussendung unterstützt das Volkstheater die IG Österreichische Veranstaltungswirtschaft in dem Bestreben, ein Gutscheinmodell für verfallene Eintrittskarten zu erwirken.

Mit den besten Grüßen aus dem Volkstheater
Lena Fuchs und Enna Zagorac
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Lena Fuchs (Leitung Kommunikation)
Tel: +43-1-52111-282
M: +43-664-6193205
 
Enna Zagorac (Mitarbeit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Tel: +43-1-52111-263
M: +43-664-6193206
enna.zagorac@volkstheater.at
 
Volkstheater Ges.m.b.H.
Arthur-Schnitzler-Platz 1
A-1070 Wien


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Volkstheater vergibt Dorothea-Neff-Preise: Ausstrahlung der Aufzeichnung erstmals als Stream
Ungewöhnlich wie derzeit alles verlief in diesem Jahr auch die Verleihung der Dorothea-Neff-Preise, mit denen das Volkstheater die besten künstlerischen Leistungen der Spielzeit auszeichnet. In der Regie von Lisa Anetsmann wurde die Preisverleihung heuer – unter Berücksichtigung aller Auflagen – unter der Schirmherrschaft des Freundeskreises aufgezeichnet. Zu sehen ist der Film, der die Moderator/innen Nadine Quittner und Rainer Galke auf einem Abenteuer rund um das Volkstheater bis in die Probebühne nach Simmering begleitet, während sie die traditionsreichen Preise an die Gewinner/innen vergeben, vom 17. Juni ab 20 Uhr bis 18. Juni, 20.50 Uhr, im Volkstheater-Stream auf www.volkstheater.at.

Eine sechsköpfige Jury zeichnete Robert Gerloff für seine Inszenierung von „Der gute Mensch von Sezuan“ in der Kategorie Beste Regie und Günter Franzmeier in der Kategorie Beste schauspielerische Leistung männlich aus. Claudia Sabitzer durfte gleich zwei Auszeichnungen mit nach Hause nehmen: Neben der Kategorie Beste schauspielerische Leistung weiblich gewann sie auch Publikumspreis, über dessen Vergabe das Volkstheater-Publikum mittels Online-Voting entschied. Der ebenfalls von der Jury vergebene Spezialpreis, der Personen für besonderes Engagement auf und hinter der Bühne auszeichnet, erhielt Tina Prichenfried, Leiterin der Kostümabteilung des Volkstheaters, die mit den Kostümbildner/innen der Klimatragödie „Schuld & Söhne“ den Versuch startete, der Fast Fashion-Industrie entgegenzusteuern, indem alle Kostüme aus Second-Hand Käufen und dem Bestand des Fundus erstellt und auf online Bestellungen verzichtet wurde. 

Die BAWAG P.S.K. stiftet den Dorothea-Neff-Preis und vergibt zudem jährlich den „Bessere Antworten“-Preis an Sozialprojekte, die mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Seit 2014 werden Initiativen, Organisationen und Vereine auf www.crowdfunding.at bei der Realisierung von ihren Vorhaben unterstützt und ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Heuer wurde der Verein ZORO für das Projekt „Hop in Job“, das sozial benachteiligten Personen, Alleinerziehenden und jungen Menschen beim Start oder Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt hilft, ausgezeichnet. 

Nominierungen und Auszeichnungen im Überblick:

Beste Regieleistung (dotiert mit 3.000 Euro)
  • Christine Eder für ihre Inszenierung „Schuld & Söhne“
  • Robert Gerloff für „Der gute Mensch von Sezuan“ (Gewinner)
  • Christina Rast für „Wer hat meinen Vater umgebracht“ 
Beste schauspielerische Leistung weiblich (dotiert mit 3.000 Euro)
  • Evi Kehrstephan
  • Claudia Sabitzer (Gewinnerin)
  • Birgit Stöger 
Beste schauspielerische Leitung männlich (dotiert mit 3.000 Euro)
  • Thomas Frank
  • Günter Franzmeier (Gewinner)
  • Jan Thümer
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  • Robert Czyszczon, in den letzten fünf Jahren regelmäßig Laien-Schauspieler und Teilnehmer an Projekten des Jungen Volkstheaters
  • Regisseurin Sara Ostertag für ihre beeindruckende logistische Leistung in ihrer Arbeit „Haummas net schee“
  • Tina Prichenfried, Leiterin der Kostümabteilung des Volkstheaters (Gewinnerin)
Publikumspreis
  • Claudia Sabitzer
Bessere Antworten-Preis der Bawag P.S.K.
  • Verein ZORO – Projekt „Hop in Job“

Der Dorothea-Neff-Preis (der von 1968 bis 2010 Karl-Skraup-Preis hieß) erinnert an die Schauspielerin Dorothea Neff (1903-1986), die in der NS-Zeit Zivilcourage und Hilfsbereitschaft zeigte und von 1939 an lange Jahre am Volkstheater spielte. Der von der BAWAG P.S.K. gestiftete Preis wird jährlich vom Freundeskreis des Volkstheaters vergeben, um die besten Künstlerinnen und Künstler des Volkstheaters zu ehren.

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Das gesamte Juni-Programm und weitere Informationen zu den Premieren im Juni finden Sie im Anhang sowie online unter www.volkstheater.at/online-spielplan.

Mit den besten Grüßen aus dem Volkstheater
Lena Fuchs und Enna Zagorac

Volkstheater erweitert tägliches Online-Streaming bis 19. Mai
      
Das Volkstheater setzt seinen virtuellen Ersatzspielplan fort: Im täglichen Wechsel bis vorläufig 19. Mai sind auf www.volkstheater.at Mitschnitte von Vorstellungen, Matineen und Sonderveranstaltungen für jeweils 24 Stunden zu sehen.

Erstmals wagt sich das Volkstheater außerdem an ein Live-Format auf der Videokonferenz-Plattform Zoom: Am 2. Mai um 20 Uhr gibt es ein „Space Junk – Online Special“ für maximal 30 Zuschauer/innen. Dabei begegnen die Teilnehmer/innen dem Ensemble von „Space Junk“ im Zoom-Room und verfolgen den Weltraum-Thriller direkt in ihren Wohnzimmern. Die Aufführungsreihe der dreiteiligen Science-Fiction-Theater-Serie fand im März ihren jähen Abbruch und wird im Juni als Video-Stream im Netz zu sehen sein. Als Vorgeschmack dient die exklusive Mini-Episode – Anmeldung per E-Mail mit dem Betreff „Space Junk“ an presse@volkstheater.at, der Eintritt ist frei!

Im Online-Spielplan sind anlässlich des Tages der Befreiung Österreichs vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkriegs in Europa Mitschnitte zweier Gedenkmatineen zu sehen: Am 5. Mai „Gelebt, erlebt, überlebt“ nach der Biografie von Gertrude Pressburger und am 7. Mai „Der verlorene Ton“ von Autorin Lida Winiewicz. Nikolaus Habjans Inszenierung von Lessings Toleranzparabel „Nathan der Weise“ (6. Mai) und die Uraufführung von David Schalkos Roman „Schwere Knochen“, dessen Handlung untrennbar mit der österreichischen Geschichte verwoben ist (8. Mai), runden diesen thematischen Block ab.

Ab 11. Mai legt das Haus den Fokus auf herausragende Theaterabende des Volkstheater/Bezirke: Franz Grillparzers „Weh dem, der lügt!“ (11. Mai) ist dessen jüngste Produktion. Die Tournee konnte coronabedingt nicht zu Ende geführt werden. Unter anderem sind „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ von Éric-Emmanuel Schmitt (12. Mai) und „Stella“ (15. Mai) von Johann Wolfgang Goethe zu sehen.

„Peer Gynt“ von Henrik Ibsen (18. Mai) wird in einer eigens erstellten Version mit Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Menschen gezeigt. Regie führt Viktor Bodó, dessen Inszenierung von Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ am 19. Mai das vorläufige Finale des Online-Spielplans markiert.

Das gesamte Programm und weitere Informationen zu „Space Junk“ finden Sie im Anhang sowie online unter https://www.volkstheater.at/online-spielplan.

Unabhängig vom Inhalt dieser Aussendung unterstützt das Volkstheater die IG Österreichische Veranstaltungswirtschaft in dem Bestreben, ein Gutscheinmodell für verfallene Eintrittskarten zu erwirken.

Mit den besten Grüßen aus dem Volkstheater
Lena Fuchs und Enna Zagorac