Meldung vom 18.02.2026
Präsentation der Texte im April im Volkstheater
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen!
„Jetzt mehr Mut! Mehr Kontakt mit jenen Autoren, die kräftig nach dem greifen, was nicht so leicht erreichbar ist: das widerspruchsvolle, problemerfüllte, lebendige Leben von heute.“ Jura Soyfer: „Man liest: junge Autoren“ über einen Schreibwettbewerb seiner Zeit.
Im Rennen um den neu vom Volkstheater initiierten und mit EUR 30.000,- dotierten „Jura Soyfer Preis“ – dem Wettbewerb für die Komödie der Gegenwart – stehen die fünf Finalist:innen fest. Im ersten Schritt des Auswahlverfahrens durch die Volkstheater-Dramaturgie haben sich folgende Autor:innen unter insgesamt 137 Bewerber:innen durchgesetzt: Svenja Viola Bungarten, Michel Decar, Teresa Dopler, Steffen Link und Theresia Walser.
Die fünf Autor:innen sind nun eingeladen, ihre Stück-Konzepte auszuarbeiten. Im Rahmen eines „Komödienfestivals“ von 23. bis 26. April gibt das Volkstheater einen Einblick in den Prozess und stellt in szenischen Lesungen erste Auszüge aus den Entwürfen vor.
Darüber hinaus gab es unter den zahlreichen und thematisch wie stilistisch vielfältigen Einreichungen einige, die den Einzug ins Finale nur knapp verpassten, aber unbedingt weiter verfolgenswert sind. Eine Auswahl davon wird am 26. April in der Roten Bar in kurzen Lesungen und Gesprächen mit den Autor:innen präsentiert.
Fachjury entscheidet über das Sieger:innenstück
Noch vor dem Sommer 2026 wird eine Fachjury aus einer Vertretung des Volkstheaters und externen Expert:innen den großzügig von der Edith und Werner Rieder Stiftung geförderten Preis vergeben. Das Preisgeld für das Siegerstück beträgt EUR 30.000,-. Die Erstellung der Entwürfe im Finale ist jeweils mit EUR 6.000,- dotiert. Damit ist der „Jura Soyfer Preis“ einer der höchstdotierten Dramatikpreise des deutschsprachigen Raums. Die Uraufführung des Siegerstücks ist für die Spielzeit 2027/28 im Volkstheater geplant.
„Die Liste der Bewerber:innen las sich wie ein Who is Who der zeitgenössischen Dramatik. Über das große Interesse vieler uns verbundener Autor:innen haben wir uns extrem gefreut – und die Entscheidung für die Finalist:innen ist uns sehr schwer gefallen. Der Prozess zeigt, dass dieser neue Preis einen Nerv in der Autor:innen-Szene getroffen hat und eine Lücke zu vielen wichtigen Preisen für junge Dramatik schließt“, so Tobias Schuster, Leitender Dramaturg am Volkstheater.
Dirk Olaf Hanke, Vorstand der Edith und Werner Rieder Stiftung über die Beweggründe zur Zusammenarbeit mit dem Volkstheater und der Förderung des 1. Jura Soyfer Preises: „Wir möchten mit der Förderung des Jura Soyfer Preises nicht nur all jene motivieren, die zeitgenössische Dramatik schaffen, sondern auch andere Förderer ermutigen, sich stärker im Bereich der Dramatischen Kunst zu engagieren. Kunst und Theater sind für einen demokratischen geführten Diskurs in unserer Gesellschaft unverzichtbar. In Zeiten, in denen der politische und ökonomische Druck auf die Produktionsstätten immer stärker wird, ist privatwirtschaftliches Engagement hier dringend geboten.“
Der „Jura Soyfer Preis“ wird 2028 erneut verliehen. Eine neue Ausschreibung geht im Sommer 2026 online. Die Ausschreibung in Form eines mehrstufigen Wettbewerbs richtet sich an erfahrene Autor:innen. Entstehen sollen neue Stücke für die große Bühne, die an eine Tradition des politischen Humors anknüpfen.
KOMÖDIENFESTIVAL
23. bis 26. April 2026
Lachen kann Nähe herstellen, vermitteln zwischen Unbekannten, es kann einem im Halse stecken bleiben. Wer lacht – der spürt sich noch!
23. April: ICH MÖCHTE ZUR MILCHSTRASSE WANDERN! von Jura Soyfer, Regie: Jan Philipp Gloger
24. April: KOMÖDIE MIT BANKÜBERFALL von Henry Lewis, Jonathan Sayer & Henry Shields, Regie: Christian Brey
25. April: LIV, LOVE, LAUGH STRÖMQUIST von Ada Berger & Liv Strömquist, Regie: Anna Marboe
26. April: THE BOYS ARE KISSING von Zak Zarafshan, Regie: Martina Gredler
PLUS: Lesungen in der Roten Bar, jüdisches Kabarett, die Finalist:innen des Jura Soyfer Preises und und und!
Komödienfestival-Sonderangebot*:
Drei Stücke sehen, 50% sparen
Zwei Stücke sehen, 30% sparen
*Einlösbar online oder im Kartenservice, nach Verfügbarkeit. Nicht mit anderen Rabatten kombinierbar.
Tickets für alle Veranstaltungen im Rahmen des Komödienfestivals sind ab 5. März erhältlich.
Im Anhang finden Sie weitere Informationen zu den Finalist:innen und ihren Stücken.
Mit freundlichen Grüßen
Patrizia Büchele und Carolin Obermüller
Mit großzügiger Unterstützung der Edith und Werner Rieder Stiftung für einen der höchstdotierten Dramatik-Preise.