Meldung vom 27.08.2026

DIE ANKUNFT von Elfriede Jelinek feiert am 26. September Premiere am Volkstheater

Regisseur Jan Philipp Gloger verbindet vier Texte der Nobelpreisträgerin zu einem Theatermarathon zur rechten Zeit
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liebe Kolleginnen und Kollegen!

Nestbeschmutzerin
Seit Jahrzehnten begeistert und polarisiert Elfriede Jelineks einzigartiges Werk, sie wird beschimpft und beleidigt, verehrt und gewürdigt. Sie hat wohl alle Auszeichnungen (Nobelpreis!) wie auch Drohungen (linke Nestbeschmutzerin!) erhalten, die man sich so vorstellen kann.
Regisseur und Volkstheater-Direktor Jan Philipp Gloger setzt sich seit vielen Jahren in Inszenierungen, darunter Ur- und Erstaufführungen, mit dem Werk Jelineks auseinander. Nun montiert er vier ihrer Theaterstücke unter dem Titel „Die Ankunft“ zu einem großen Denkgebäude aus Verdrängung und Wiederkehr: Wolken.Heim. / Rechnitz – der Würgeengel / Das schweigende Mädchen / Das Lebenwohl – nein: die Ankunft bilden einen Abend über die Traditionslinien nationalistischen Denkens und rechter Gewalt durch die Jahrhunderte – und einen Abend, der dem Irrsinn nachspürt sowie das Vergessen und Todschweigen beklagt. Die Premiere findet am 26. September statt.
 
„Das Ende der Geschichte ist uns misslungen. Sie kommt immer wieder auf uns zu.“
Vier Theatertexte von Elfriede Jelinek aus fast vier Jahrzehnten, geschrieben zwischen 1988 und 2025, montiert zu einem großen und spektakulären Denkgebäude aus Verdrängung, Gewalt und Wiederkehr:
„Rechnitz (Der Würgeengel)“ ist Jelineks zentrales Werk über Nazi-Verbrechen und deren Erbe, in „Das schweigende Mädchen“ setzt sie sich mit der rechtsextremen Terrorzelle NSU auseinander. Und in „Das Lebewohl – nein: Die Ankunft“ wird die siegesgewiss-tölpelhafte Rhetorik heutiger rechter Einpeitscher:innen zum atemlosen Hymnus aus Machtergreifungsfantasien. Auch in ihrem Frühwerk „Wolken.Heim.“ sprechen Kleist, Hegel und andere Intelligenzbestien bereits im Chor des nationalen Pathos. „Die Ankunft“ ist ein Theatermarathon zur rechten Zeit – hier, im Land der Berge, Land am Strome. Und jetzt, da in Europa auch die letzten Brandmauern zu bröckeln beginnen.
Die Produktion basiert in Teilen auf einer Produktion des Staatstheaters Nürnberg.
 
 
DIE ANKUNFT
(Wolken.Heim. / Rechnitz – der Würgeengel / Das schweigende Mädchen / Das Lebewohl – nein: die Ankunft)
von Elfriede Jelinek
Regie: Jan Philipp Gloger
mit: Andrej Agranovksi, Tjark Bernau, Elias Maria Burckhardt, Katharina Kurschat, Maximilian Pulst, Sissi Reich, Anna Rieser
Dramaturgie: Mattahis Seier, Brigitte Ostermann
Premiere: 26. September 2026, 19:00 Uhr
 
DIESER DRANG NACH HÄRTE
Philosophin Eva von Redecker im Gespräch mit Dramaturg Matthias Seier über den neuen Faschismus
Es geht ein Rechtsruck um die Welt, überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. Mit „Dieser Drang nach Härte“ legt Eva von Redecker eine neue Analyse des Faschismus vor, die unserer Gegenwart gewachsen ist.
am 28. September 2026, 20:00 Uhr in der Roten Bar
 
NACHGESPRÄCH mit Eva von Redecker
am 29. September 2026 im Anschluss an die Vorstellung von DIE ANKUNFT
 
 
Gerne reservieren wir Ihnen Tickets für die Premiere und vereinbaren Interviews zur Vorberichterstattung. Bitte melden Sie sich dazu direkt bei patrizia.buechele@volkstheater.at.
 
Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung und Ihren Besuch im Volkstheater!
 
Mit freundlichen Grüßen
Patrizia Büchele und Carolin Obermüller
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