Meldung vom 15.09.2026

Emmy Werner spielt am Volkstheater!

Ab 26. September ist sie in DIE ANKUNFT von Elfriede Jelinek zu sehen.
Zu dieser Meldung gibt es: 1 Bild
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen!
 
EMMY WERNER – Zeitzeugin, langjährige Volkstheater-Direktorin und erste Theaterleiterin, die Werke von Elfriede Jelinek auf die große Bühne brachte
 
Sie ist eine der bedeutendsten österreichischen Theatermacherinnen und wesentlicher Bestandteil der Geschichte des Volkstheaters – und kehrt mit 88 Jahren jetzt in Jan Philipp Glogers Jelinek-Inszenierung „Die Ankunft (Wolken.Heim. / Rechnitz – der Würgeengel / Das schweigende Mädchen / Das Lebewohl – nein: die Ankunft)“ als spielende Zeitzeugin hier auf die Bühne zurück.
Geboren 1938, erlebte Emmy Werner die Naziverbrechen in früher Kindheit und erinnert sich noch heute daran, was es bedeutet, in permanenter Angst zu leben. Ihr Lebenswerk steht auch im Zeichen eines konsequent verfolgten Widerstands gegen Ausgrenzung und Autoritarismus. Nun wirkt sie an einem Abend mit, der zur rechten Zeit kommt – jetzt, da in Europa auch die letzten Brandmauern zu bröckeln beginnen.
 
Als Schauspielerin war Werner u. a. am Theater der Jugend, dem Theater in der Josefstadt sowie am Volkstheater engagiert. Hier stand sie zum ersten Mal mit 12 Jahren auf der Bühne. Nachdem sie 1979/80 das Theater in der Drachengasse gründete und dieses bis 1987 leitete, übernahm sie 1988 als erste Frau die künstlerische Direktion des Volkstheaters. In ihre 17-jährigen Amtszeit bis 2005 fallen auch 13 eigene Inszenierungen. In der Spielzeit 1989/90 wurde unter ihrer Leitung mit der österreichischen Erstaufführung von „Krankheit oder moderne Frauen“ erstmals ein Text von Elfriede Jelinek auf einer großen Bühne in Österreich gespielt. Dies führte 1990 sogar zu einer persönlichen Attacke: Nach einer der Vorstellungen wurde Emmy Werner vor dem Theater am Weg zu ihrem Auto von einem auf die Autorin schimpfenden Mann körperlich angegriffen: Ein versuchter Würgeangriff, den sie gekonnt mittels Schuhspitze abzuwehren wusste.
2023 wurde Emmy Werner mit dem Nestroy für ihr (lange noch nicht abgeschlossenes) Lebenswerk ausgezeichnet.
Ab 26. September ist sie als Engel und Mahnerin in Elfriede Jelineks „Die Ankunft“ in der Regie von Jan Philipp Gloger zu sehen.
 
„Emmy Werner für diese Zusammenarbeit gewinnen zu können, ist mir eine riesige Freude und Ehre! Sie tritt ja nicht nur als Spielende auf, sondern auch als Zeitzeugin und Mahnerin. Sie hat die Nazis erlebt und auch, wie es nach 1945 weiter ging und was heute passiert. Genauso, wie Ausgrenzung, Autoritarismus, Antidemokratisches wiederkommen, müssen auch die immer wiederkommen, die darüber reden und davor warnen können“, so Regisseur und Volkstheater-Direktor Jan Philipp Gloger der sich seit vielen Jahren in Inszenierungen, darunter Ur- und Erstaufführungen, mit dem Werk Jelineks auseinandersetzt. In „Die Ankunft (Wolken.Heim. / Rechnitz – der Würgeengel / Das schweigende Mädchen / Das Lebewohl – nein: die Ankunft)“ verbindet er vier ihrer Theaterstücke zu einem großen Denkgebäude aus Verdrängung und Wiederkehr. Ein Theatermarathon zum rechten Zeitpunkt, ein Abend über die Traditionslinien nationalistischen Denkens und rechter Gewalt durch die Jahrzehnte – und ein Abend, der dem Irrsinn nachspürt, sowie das Vergessen und Todschweigen beklagt.
 
 
DIE ANKUNFT
(Wolken.Heim. / Rechnitz – der Würgeengel / Das schweigende Mädchen / Das Lebewohl – nein: die Ankunft)
von Elfriede Jelinek
Regie: Jan Philipp Gloger
mit: Andrej Agranovksi, Tjark Bernau, Elias Maria Burckhardt, Katharina Kurschat, Josef Mohamed, Maximilian Pulst, Anna Rieser, Emmy Werner
Dramaturgie: Matthias Seier / Brigitte Ostermann
Premiere: 26. September 2026, 19:00 Uhr
danach im Repertoire des Volkstheaters
Die Produktion basiert in Teilen auf einer Produktion des Staatstheaters Nürnberg.
 
DIESER DRANG NACH HÄRTE
Philosophin Eva von Redecker im Gespräch mit Dramaturg Matthias Seier über den neuen Faschismus
Es geht ein Rechtsruck um die Welt, überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. Mit „Dieser Drang nach Härte“ legt Eva von Redecker eine neue Analyse des Faschismus vor, die unserer Gegenwart gewachsen ist.
am 28. September 2026, 20:00 Uhr in der Roten Bar,
ausverkauft, Restkarten an der Abendkassa
 
NACHGESPRÄCH mit Eva von Redecker
am 29. September 2026 im Anschluss an die Vorstellung von DIE ANKUNFT
 
 
Unter diesem Link stehen Ihnen Vorabfotos zu „Die Ankunft“ mit Emmy Werner zum Download zur Verfügung. Szenenfotos der Inszenierung werden, wie gewohnt, zeitnah zur Premiere versendet.
Um die Fotos herunterladen zu können, loggen Sie sich bitte mit Ihren persönlichen Daten ein oder verwenden Sie folgende Login-Daten:
E-Mail: presse@volkstheater.at
Passwort: Volkstheater_Pressecorner_1070 

Gerne reservieren wir Ihnen Tickets für die Premiere. Bitte melden Sie sich dazu direkt bei patrizia.buechele@volkstheater.at.
 
Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung und Ihren Besuch im Volkstheater!
 
Mit freundlichen Grüßen
Patrizia Büchele und Carolin Obermüller
 
Alle Inhalte dieser Meldung als .zip: Sofort downloaden In die Lightbox legen

Bilder (1)

Emmy Werner in DIE ANKUNFT
8 192 x 5 464 © Antonia Mayer

Kontakt

02  Patrizia Büchele
Patrizia Büchele
Leitung Presse
Tel +43 1 52 111-282
Mobil +43 664 619 32 05
patrizia.buechele@volkstheater.at