Meldung vom 12.03.2026

Theaterpreis Berlin 2026 für Lina Majdalanie und Rabih Mroué

Premiere ihrer Produktion DAS TRAGISCHE SCHICKSAL DER SONATE NR. 2 am 15. Mai im Volkstheater Bezirke!
Lina Majdalanie und Rabih Mroué © Bobby Rogers

Lina Majdalanie und Rabih Mroué

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen!

Lina Majdalanie und Rabih Mroué werden „für ihr international wegweisendes künstlerisches Schaffen“ mit dem Theaterpreis Berlin 2026 ausgezeichnet. Die in Beirut geborenen Künstler:innen leben in Berlin und arbeiten seit 1990 als Regieduo an der Schnittstelle von Theater, Performance und Installation. Im Laufe ihrer Karriere haben sie verschiedenste Veranstaltungen kuratiert, an Universitäten weltweit gelehrt und diverse Auszeichnungen erhalten – zuletzt wurde ihnen die Christoph Schlingensief-Gastprofessur vergeben, die sie im Wintersemester 2025/26 innehatten. Auch in Wien sind sie künstlerisch vertreten: Am 15. Mai feiert ihre Inszenierung „Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2“ Premiere im Volkstheater Bezirke!

Der Theaterpreis Berlin wird seit 1988 von der Stiftung Preußische Seehandlung verliehen und ist mit 20.000 Euro dotiert. Er dient der Auszeichnung von Personen, die sich in besonderer Weise durch ihr Lebenswerk oder herausragende Einzelleistungen um das deutschsprachige Theater verdient gemacht haben. In der Jury-Begründung heißt es: „Mit ihren Stücken, Aufführungen und Auftritten haben Lina Majdalanie und Rabih Mroué in den vergangenen 25 Jahren die Sprache des zeitgenössischen Theaters maßgeblich erweitert, verschönert und präzisiert. Ihre Autor:innenschaft ist antiautoritär, ihr Ausdruck minimalistisch, ihre Form maximal poetisch. Ihr subtiler Humor erst ermöglicht die tiefe Ernsthaftigkeit ihres Werkes.“

DAS TRAGISCHE SCHICKSAL DER SONATE NR. 2
Uraufführung
von Lina Majdalanie & Rabih Mroué
Regie Lina Majdalanie & Rabih Mroué
Koproduktion mit den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
mit Augustin Groz und Claudia Kottal
Premiere: 15. Mai 2026, 19:30 Uhr im VZ Brigittenau
danach auf Tour durch die Wiener Bezirke

Als Chopin seine Marche funèbre komponierte, hätte er wohl kaum ahnen können, dass sie einmal bei den Beerdigungen ideologisch völlig gegensätzlicher Führer:innen gespielt werden würde – etwa der britischen Premierministerin Margaret Thatcher oder dem Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah. Ist es nicht die Musik selbst, die in solchen Momenten beerdigt wird: wenn sie ihrer Freiheit beraubt und für die Glorifizierung von Führer:innen instrumentalisiert wird? Mit unnachahmlicher Schärfe und feinem Humor sezieren Lina Majdalanie und Rabih Mroué das Zusammenspiel von Macht, Tod und Musik.

Tickets sind bereits erhältlich. Mit Anfragen wenden Sie sich gerne direkt an carolin.obermueller@volkstheater.at

Liebe Grüße
Carolin Obermüller und Patrizia Büchele

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Bilder (1)

Lina Majdalanie und Rabih Mroué
1 200 x 802 © Bobby Rogers